Post Thumbnail

ECOnGOOD Switzerland am World Ethik Forum

Ein Bericht von Gaby Belz, die im Juni nach Nairobi, Kenia reiste, um am diesjährigen World Ethic Forum teilzunehmen. Nachfolgend teilt sie ihre Eindrücke mit uns. Für weitere Fragen und Informationen steht sie gerne zur Verfügung.

Das World Ethic Forum (WEFo), eine Idee des Künstlers Linard Bardill, entwickelt seit dem Jahr 2020 mit jährlichen Treffen, an denen Vertreter*innen unterschiedlichster NGOs aus der ganzen Welt teilnehmen (siehe Firekeepers), die Grundidee der radically shared aliveness. Damit ist gemeint, dass alles was lebt auf unserem Planeten inklusive alle Elemente seine eigene Würde hat und miteinander in einem stetigen Austausch steht. In allen Weltgegenden muss dieser Ansatz in gelebte Praxis übersetzt und eingeübt werden.

Das diesjährige Treffen fand in Kenia statt, nachdem unsere afrikanischen Freund*innen von NILE Journey einen Wechsel des Tagungsortes vorgeschlagen hatten. Das Tagungszentrum Brackenhurst (etwa eine Stunde entfernt von Nairobi) bot dazu den idealen Rahmen. Das Feuer brannte während der ganzen Tagungszeit, wurde zum Auftakt gemeinsam entzündet, danach ununterbrochen (also auch nachts) überwacht und am Schluss wieder gemeinsam gelöscht.

Während der vier Tage entwickelten wir einerseits in thematischen Arbeitsgruppen unsere Themen weiter (Ich gehöre zur Ökonomie, die dieses Jahr in «Householding» umbenannt wurde, um deutlich zu machen worum es eigentlich dabei geht) und praktizierten anderseits ein inklusives und ganzheitliches Tagungsdesign.

Später, wieder in Nairobi, durften wir im National Museum of Kenya am eintägigen Angebot vieler Aktiver des WEFo mit Workshops aus ihrer Arbeit teilnehmen. Ein mir wichtiges Erlebnis war am Tag danach der – geführte – Besuch des grössten «informellen Stadtteils» von Nairobi Kibera.

Ein Werk zu besuchen das durch NILE Journey unterstützt wird, war dann das Angebot. Ich wählte das Amani House in der Nähe der Stadt Meru, ein Ort wo mehrheitlich durch AIDS verwaiste Kinder aus der Region leben und ihre angestammte Schule weiterhin besuchen können. Der Ort lädt auch dazu ein, in der üppigen Vegetation zu spazieren und das Erlebte zu verdauen.

Für 2027 ist Ende März erneut ein Treffen in Nairobi geplant. 2028 soll dann das letzte Treffen durchgeführt werden. Wie die Mission des WEFo danach weitergeführt werden soll, wird sich bis dahin zeigen.